Pyrexx Produkte insb. den Rauchmelder PX-1C würde ich nicht wieder kaufen

Warum ich nach jahrelanger Nutzung nicht mehr zu Pyrexx raten kann

Ich hatte über Jahre hinweg Pyrexx-Produkte im Einsatz und habe sie im Bekanntenkreis oft wärmstens empfohlen: 16 Stück des Funkrauchmelders Pyrexx PX-1C in fast jedem Raum unseres Objekts sowie in der Garage, ergänzt durch das Alarmrelais und das (sehr hochpreisige) Internetgateway. Der Regelbetrieb lief lange Zeit unauffällig und die Übersicht über den Status der Melder war klasse.

Doch aufgrund meiner jüngsten Erfahrungen mit dem Garantie-Versprechen, der Abkündigung von Kernfunktionen und dem Kundenservice habe ich mich entschlossen, diesen Erfahrungsbericht zu schreiben.

1. Die 10-Jahres-Garantie: In der Praxis kaum durchsetzbar?

Die beworbene 10-Jahres-Garantie klingt auf dem Papier hervorragend, hat sich für mich in der Praxis jedoch als weitgehend wertlos erwiesen:

  • 1. Fall (Januar 2023): Wegen einer angeblichen Verschmutzungsanzeige wurde ein Austausch erst nach mehreren förmlichen Anwalts-Schreiben und sehr widerwillig seitens Pyrexx veranlasst.

  • 2. Fall (Januar 2026): Ein im Mai 2022 in Betrieb genommener PX-1C signalisierte alle 90 Sekunden einen leeren Akku (nach weniger als 4 Jahren Betrieb). Ich schickte den Melder auf eigene Kosten zur Garantieprüfung ein.

Die Ablehnungsgründe wechselten fließend:

  1. Zuerst hieß es, das Gerät sei zu alt bzw. es fehle die Rechnung (obwohl diese beilag). Das konnte ich anhand der Unterlagen und des Herstellungsdatums widerlegen.

  2. Daraufhin wurde die Garantie unter Verweis auf die Bedingungen abgelehnt: Das Internetgateway hätte zu häufig Daten abgefragt und es habe an der nötigen Wartung gefehlt.

Mein Fazit dazu: Das Gateway stammt von Pyrexx selbst – Frequenz und Auslesung liegen also rein in deren Software-Verantwortung. Dass fehlende manuelle Testalarme (Wartung) die Batterie in meinen Augen eher schonen statt belasten, liegt technisch auf der Hand. Zudem laufen 15 weitere Melder im selben Objekt – teilweise seit 2017 – mit demselben Gateway völlig problemlos.

Besonders ärgerlich: Den zur Prüfung eingeschickten Rauchmelder habe ich bis heute nicht zurückerhalten.

2. Server-Abschaltung: Das 200-Euro-Pyrex-Internet-Gateway wird zum Elektroschrott

Ein weiterer Dämpfer: Der Service für das Internetgateway wird zum 31.12.2026 ersatzlos eingestellt.

Das bedeutet, dass ein rund 200 € teures Hardware-Produkt nur ca. vier Jahre nach dem Kauf seine Hauptfunktion verliert und zum Elektroschrott wird. Bei einem insolventen Unternehmen wäre das verständlich – nach meinem Kenntnisstand ist Pyrexx das aber nicht. Warum man eine solche Kernfunktion (ein absolutes Alleinstellungsmerkmal im Markt) ersatzlos streicht und Kunden nicht einmal eine Alternative bietet, ist betriebswirtschaftlich wie kundenpolitisch absolut unverständlich.

3. Kundenservice und Kommunikation

Auch die Kommunikation hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Auf ein außergerichtliches Anwaltsschreiben per Einschreiben an die Geschäftsführung gab es schlichtweg keine Reaktion. Bei beiden Garantieanträgen hatte ich den Eindruck, dass primär nach Wegen gesucht wurde, berechtigte Ansprüche schnell und unkompliziert abzuwimmeln.

Von einem Hersteller, der im Premium-Preissegment mit Sitz in Deutschland agiert, erwarte ich als Kunde einen fairen und lösungsorientierten Umgang auf Augenhöhe.

Fazit

Solange die Rauchmelder unauffällig an der Decke hängen, machen sie einen guten Job. Sobald man jedoch das beworbene Garantie-Versprechen einfordern muss oder auf die Smart-Home-Funktionen angewiesen ist, lässt einen der Hersteller im Regen stehen.

Ich kann Pyrexx-Produkte daher nicht mehr empfehlen. Wer auf der Suche nach vernetzten Rauchmeldern ist, findet am Markt mittlerweile deutlich günstigere Alternativen – ohne das trügerische Gefühl, für einen Premium-Service bezahlt zu haben, den es im Ernstfall nicht gibt.

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