folgende Midi-Suchmaschinen gibt es im Web, die gute Dienste verrichten. Generell sollte man von Midis keine Wunder erwarten, aber als Anhaltspunkt für Noten und einfache Karaoke-Songs sind sie OK. Einen anständigen Midi-Soundfont vorausgesetzt.

Bobby McFerrin bringt das Publikum dazu pentatonisch zu singen!
Und das geht nach seiner Meinung/Erfahrung mit jedem Publikum.

Er mit Yo Yo Ma (Cello) zusammen.

Sein bekanntestes Mitmach-Projekt: Ave Maria mit Publikum (Gounod/Bach)
DVD bei Amazon: “Bobby McFerrin & Guests – Swinging Bach


weitere hörenswerte Bobby McFerrin Videos auf Youtube:


empfehlenswerte DVDs/CDs bei Amazon:

  • DVD: Bobby McFerrin & Guests – Swinging Bach (er tritt nur 3x auf, daher DVD-Titel nicht ganz korrekt, aber trotzdem sehr empfehlenswert, da German Brass, Leipziger Gewandhausorchester und viele andere gute Interpreten zu hören sind.)
  • DVD:  Bobby McFerrin – Spontaneous Inventions (sehr zu empfehlen!!! Welcher “A Capella Künstler” hat einen #1 Billboard Charts USA Hit (“Don’t Worry, Be Happy”)?  Videoclips zu diesem Song und   “Good Lovin” sind als Bonus auf der DVD enthalten; echt gut.)
  • CD Album “Simply-Pleasures” (Nr 1 Hit “Don’t Worry, Be Happy” und mehr…)
  • CD Album “Hush” (Wer die Mischung von Cello und Gesang liebt wird diese CD von Yo-Yo Ma und Bobby McFerrin lieben. Siehe Videoclip oben)
  • DVD: Bobby McFerrin & Nigel Kennedy – Spirits of Music, Part 1 (sehr gute Titel, aber nur erster Teil des Konzerts und auch ein Kunde bei Amazon beschwert sich über die Aneinanderreihung der Titel ohne Konzept. Ich empfinde viele Ausschnitte als sehr hörenswert, gerade wenn es um Nigel Kennedy oder Bobby McFerrin geht. Ausschnitte habe ich auch schon im Fernsehen bei 3sat oder mdr meist nachts gesehen.)
  • DVD: Bobby McFerrin – Live in Montreal (etwas afrikanischer, alternativer aber durchaus hörenswert. Ausschnitte findet man natürlich auch bei Youtube. )

Gerade habe ich durch Zufall in der großen  Livemitschnittdatenbank von Archive.org gestöbert. Übrigens unter deweymusic.org könnt Ihr ganz komfortabel nach Stilrichtung und Künstler in dieser riesigen legalen Livemittschittarchivdatenbank stöbern (mehr als 600.000 Songs).

Dabei bin auf die amerikanische Funk Band Lettuce gestoßen. Echt Spitzenfunk und mir bis jetzt völlig unbekannt. Auf www.lettucefunk.com gibt’s was zum Anhören und hier schon mal ein Video auf Youtube:

Welcher Hornist kennt Hermann Baumann nicht?
Schon als Hornanfänger habe ich gerne Konzerte auf CD gehört, die von ihm eingespielt wurden. Sehr hörenswert von ihm “Reinhold Glière Hornkonzert B-Dur op. 91″ mit einer herrlichen Kadenz. Er hat als einer der ersten Naturhornaufnahmen eingespielt. Mehr über ihn selbst gibt es in der Wikipedia.

Aber zurück zu Youtube: dort habe ich vor einiger Zeit folgenden Film von 1990 entdeckt:
“Une lecon particuliere de musique avec Hermann Baumann”

Wie der Titel schon andeutet ist es ein Film (Arte Produktion, daher auch die französischen Untertitel) über und mit Hermann Baumann. Dort philosophiert er über das Hornspielen, spielt selbst Konzerte und was für mich das Interessanteste war, er gibt verschiedenen Schülern Unterricht. Diese Filme sind für jeden Hornisten Pflicht (man kann viel daraus lernen), daher die Links zu den einzelnen Teilen bei Youtube:

French horn Herman Baumann class (Teil 1)
French horn Herman Baumann class (Teil 2)
French horn Herman Baumann class (Teil 3)
French horn Herman Baumann class (Teil 4)
French horn Herman Baumann class (Teil 5)
French horn Herman Baumann class (Teil 6)

Hier das wunderschönes Finale aus dem 2. Mozart Hornkonzert mit Orchester und Herrmann Baumann als Abschluß  (Teil 6):

Meine Hornlehrerin hatte sogar schon einmal das Vergnügen ihn persönlich kennenzulernen. Ich leider noch nicht.
Viel Spaß mit diesem tollen Film.

Kennt Ihr http://www.fabchannel.com/de/ ??

Kurzbeschreibung: Live-Mitschnitte mancher Künstler in teilweise echt guter Audio/Videoqualität (nicht mit Youtube zu vergleichen).

Ich kenne es schon länger, nur leider die Inhalte haben mich nicht ganz so fasziniert, jedoch hab ich da jetzt einiges interessantes entdeckt.
Tipp: Man kann oben rechts im Videofenster eine Setliste einblenden lassen und zu den einzelnen Stücken direkt springen. Spaß macht es allerdings nur mit DSL-Geschwindigkeit.

Wer Zeit hat einfach mal reinhören, hier meine Empfehlungen:

Gerade habe ich all meine Rechte einer Produktionsfirma eingeräumt bzw. an diese übertragen.

Vorgeschichte: Im Oktober habe ich mitgemacht als Tenorhornspieler im Hintergrund einer Filmszene bei einer Filmproduktion der Bavaria-Filmstudios. Zusätzlich sollten wir einen Walzer einspielen, der als Hintergrundmusik zu dieser Filmszene (Biergarten um 1900 in Deutschland, Walzer tanzen) verwendet werden sollte.

Kurz zur Aufnahme des Walzers (“Die alte Lena”) : Nicht etwa in einem Tonstudio oder gar einem temperierten Raum, sondern als der Tonmeister kurz in einer Drehpause des Filmes Zeit hatte, gingen wir nach draußen und haben im Freien bei 5 Grad Celsius mit 5 Blechbläsern den Walzer eingespielt. Dies war schon abenteuerlich, denn als wir uns gerade mit dem Anfang des Walzers gespielt haben und aufgehört haben, um unsere Instrumente einzustimmen, sagte der Tonmeister wortwörtlich: “Schade das reicht uns nicht, das ist zu kurz”. => Der Tonmeister wollte wirklich die total verstimmte Fassung nehmen!! Zwar spielte der Film Anfang 1900, aber trotzdem dachte ich schon, daß wir das mind. 3 Fassungen einspielen und die beste nehmen würden. Pustekuchen, die erste Komplettfassung wurde es dann. Auf Nachfrage, ob wir es nocheinmal einspielen können, entgegnete er: “ich hab eh kein Material mehr.” Daß wir es nicht einmal im Tonstudio einspielen sondern im Freien, schob ich auf Sparmaßnahmen, aber so ein kurzes Einspielen hab ich noch nie mitgemacht: 15 Minuten Zeitaufwand.
Am nächsten Tag dann die Filmaufnahmen mit unserem am Vortag “eingespielten” Playback.

einen Monat später bekommen wir dann einen “Rechtekatalog zu der Produktion”. Nach dem ersten Satz bin ich schon stutzig geworden:

Der Vertragspartner – in dem Fall ich – räumt der Produktionsfirma sämtliche Rechte ein, “soweit gesetzlich möglich” bzw. überträgt diese auf die Produktionsfirma. Und das mit “sämtlichen Rechten” meinen sie ernst, denn es folgen 6 Seiten klein geruckten Textes:

Mit sämtliche Rechte sind die “ausschließlichen zeitlichen, örtlich und inhaltlich unbegrenzten Nutzungsrechte zur Verfilmung und umfassenden filmischen und nicht filmischen Auswertung der Produktion in allen Medien” gemeint. Also eine vollständige Übertragung aller Urheberrechte und Leistungsschutzrechte, insbesondere:

  • Werkbearbeitungs- und Übersetzungsrecht
  • Filmherstellungsrecht
  • Wiederverfilmungs-, Fort- und Weiterentwicklungsrecht
  • Veröffentlichungsrecht
  • Titelverwendungs- und Titeländerungsrecht
  • Theaterrecht
  • Videogrammrecht
  • Senderecht
  • Recht der Zugänglichmachung zum Abruf
  • Verfielfältigungs-, Verbreitungs- Archivierungsrecht
  • Filmbearbeitungs- und Synchronisationsrecht
  • Recht zur Werbung
  • Drucknebenrecht
  • Tonträgerrecht
  • Merchandisigrecht
  • Druckrecht
  • Recht zur Klammerteilauswertung
  • Hörspiel- Hörbuchrecht
  • Bühnenrecht
  • Verzicht auf etwaige Persönlichkeitsrechte
  • Abtretbarkeit auf Dritte ist möglich

Selbstverständlich werden auch die Vergütungsansprüche an die Produktionsfirma abgetreten.

Was aber dem Faß die Krone aufsetzt ist folgendes:

Unbekannte Nutzungsarten:
Die Rechtseinräumung bzw. (soweit gesetzlich möglich) -übertragung bezieht sich auch auf alle zum Zeitpunkt des Vertragsschlußes noch unbekannten Nutzungsarten.”

Wahnsinn, oder? Das ist mal eine Generalabtretungsklausel par excellence.

Eigentlich wollte ich, da sie es anscheinend vergessen hatten uns die Rechtsverzicht und -Übertragungserklärung vorher unterschreiben zu lassen, über den Inhalt oder eine erhöhte Gage verhandeln. Der Streß und weil die Aufnahme nicht zum Soundtrack reichen wird, sagte ich mir: sollen sie doch die Rechte haben.

Ich werde mir in Zukunft aber genau überlegen, ob ich bei solchen Produktionen mitmache bzw. ob ich nicht im Vorhinein über diese Knebelverträge spreche. Da müssen sie mir schon viel bieten, ansonsten begrenze ich das ganze auf die vorliegende Produktion und räume keinerlei Recht zur Klammerteilauswertung ein. Das ist nämlich das Recht, das Ausschnitte aus der Produktion, sowie Setphotographien auch in anderen Produktionen bearbeitet oder unbearbeitet verwendet werden dürfen. Auch das Tonträgerrecht völlig aufzugeben und dadurch auf etwaige Tantjemen seitens der GVL zu verzichten, kommt mir bei einer nächsten Filmproduktion nicht in die Tüte.

Ich darf mal annehmen, daß das ein Standard Komparsenvertrag ist und solch ein Vertrag niemals von Hauptdarstellern unterschrieben wird.


Wer einmal einen ganzen Vertrag durchgehen will, kann das gerne anhand eines Standardvertrages von TV-Total machen. Sehr interessant zu diesem Thema auch dieser Blogeintrag “Klammerteilrecht oder wie gebe ich mein Leben fürs TV auf”

Hier will ich auf interessante Videos hinweisen. diesmal Thema: Al Hirt

Al Hirt (* 1922) ist eine Trompeten Legende, hat mit allen Jazz Größen, z.B.: Dizzy Gillespie oder Maynard Ferguson gespielt. Leider sind diese schon gestorben: Al Hirt 1999, Dizzy Gillespie 1993 und Maynard Ferguson 2006. R.I.P. (Rest In Peace oder Lateinisch resquiat in pace oder Deutsch Ruhe in Frieden).

Al Hirt hat in den 1960ern unter anderem das Thema einer Fersehsendung „The Green Hornet“ eingespielt (unten ist der Link zum Original). 2003 hat es ein Kinofilm in heutiger Zeit berühmt gemacht. Quentin Tarantino Film "Kill Bill". Ja das war nicht neu. Das Thema basiert auf Nikolai Rimsky-Korsakovs „Hummelflug“, unterscheidet sich aber deutlich. Markannt sind die schnellen chromatischen Läufe, die meist mit Doppelzunge gespielt werden. Hier eine Wahnsinns-Version Mnozil Brass:

Geniale Version der Nationalhymne der USA von Al Hirt (unbedingt ganz anhören!!):

Weitere interessante Stücke auf youtube: